Dem 7. EU-Forschungsrahmenprogramm (7. FRP) stehen 54,4 Milliarden € zur Verfügung (davon 4 Milliarden € für Euratom). Das haben der Europäische Rat, die Europäische Kommission und das Europäische Parlament auf dem Informellen Wettbewerbsrat am 21./22. April 2006 entschieden und damit das Budget für das EU-Forschungsrahmenprogramm durchschnittlich um jährliche 60 Prozent gesteigert.
Seit den ersten Aufrufen in 2007 werden ini jährlichen Runden Fördermittel für Projekte in 4 spezifischen Programmen vergeben:
Kooperation (finanzielle Ausstattung 32,4 Milliarden EURO)
Das erste spezifische Programm ist die Hauptsäule des 7. FRP. Es fördert die grenzüberschreitende Zusammenarbeit in zehn Themenbereichen der Wissenschaft und Forschung. Die Förderung dient der Unterstützung von Spitzenforschung und zur Bewältigung der sozialen, wirtschaftlichen, ökologischen und industriellen Herausforderungen Europas.
Die dabei thematisch vorgegebenen Forschungsbereiche (Themen) sind:
Ideen (7,5 Milliarden EURO)
Dieses im 7. FRP neue Programm stärkt die Spitzenkompetenz der europäischen Forschung und macht Europa sowohl für Spitzenforscher als auch für Forschungsinvestitionen attraktiver. Der in diesem Programm eingerichtete Forschungsrat European Research Council (ERC) (unter Vorsitz von Prof. Dr. Helga Nowotny / D) konzentriert sich auf die Förderung von Grundlagenforschung. Er wählt die kreativsten Forscherinnen und Forscher aus und fördert sie.
Menschen (4,7 Milliarden EURO)
Die sog. "Marie-Curie-Maßnahmen" schöpfen das Humanpotenzial in der Forschung maximal aus. Diese im 7. FRP verstärkten Aktivitäten wecken das Interesse für den Forscherberuf bzw. werben Forscherinnen und Forscher in Europa und außerhalb an.
Kapazitäten (4,2 Milliarden EURO)
Das vierte spezifische Programm dient der Verbesserung der Forschungs- und Innovationskapazitäten europaweit sowie ihrer optimalen Nutzung. Diese Zielsetzung soll durch folgende Programme erreicht werden:
Für den Programmbereich Forschung zugunsten von kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) agieren wir im Auftrag des BMWI als Nationale Kontaktstelle für Thüringen; ebenso für das CIP-Programm Eco-Innovation.
Forschung für KMU (Auftragsforschung)
Unterstützung von kleinen Gruppen von innovativen KMU bei der Lösung technischer Probleme. Die KMU können Forschungsdienstleister mit der Lösung beauftragen, um das notwendige technologische Know-how sowie die Rechte auf Verwertung zu erhalten. Der Kern der Förderung bezieht sich auf die im Unterauftrag vergebenen Forschungsaktivitäten, die in der Regel zu 100 % bezuschusst werden.
Auftragsforschung für KMU-Verbände
Zielt darauf ab, für eine große Anzahl von KMU technische Lösungen für gemeinsame Probleme in bestimmten Branchen oder in Teilen der Wertschöpfungskette entwickeln zu lassen. Typische Projektthemen sind Entwicklungen zur Anpassung an europäische Standards und Normen sowie behördliche Bestimmungen im Bereich Gesundheit, Sicherheit und Umwelt.
Die Projekte müssen von KMU-geprägten Verbänden vorangetrieben werden, die geeignete Forschungsdienstleister mit der Lösung des Problems beauftragen. Diese Verbände sollen das notwendige technologische Know-how sowie die Verwertungsrechte für ihre Mitgliedsunternehmen erwerben.
Demonstration
Demonstration der Marktreife einer im Rahmen von bisherigen EU-geförderten KMU-Maßnahmen (in 2004-2010) entwickelten neuen Technologie: Test von produktähnlichen Prototypen, Scaling-up, Marktstudien etc.
(Quelle: BMBF)
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